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23. Mai 2017
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Der dicke Reibach mit Kreditkarten

Man glaubt es kaum- es ist aber wahr:

Weil man sich von der Konkurrenz abheben will, beschloss die Chase Bank in den USA, ihre neueste Kredit-Karte nicht aus Plastik, sondern aus einer (streng geheimen) Metall-Legierung zu machen- es sollte schliesslich das Prunkstück der Bank werden.

Die «Chase sapphire reserve credit card» schlug dermassen ein, dass Chase schon nach wenigen Wochen das Metall ausging und man vorübergehend den neuen Sapphire-Kunden provisorische Kärtchen aus ganz gewöhnlichem Plastik aushändigen musste- ziemlich peinlich, vor allem bei einem Jahresbeitrag von stolzen 450 Dollar.

Lesen Sie den ganzen spannenden Artikel beim konsumer.ch

Aber kommen wir mal zum Thema Kreditkarten generell.

Viele Europäer besitzen eine oder mehrere Kreditkarten. Ob zum bequemen Bezahlen im Hotel, Restaurant oder an der Tankstelle, für Internetkäufe, Buchungen von Reisen oder auch zur Bargeldbeschaffung- die Kreditkarte ist weltweit an Millionen von Akzeptanzstellen einsetzbar.

In der Regel werden die Umsätze einmal im Monat automatisch vom Konto abgebucht. Der Karteninhaber bekommt also einen kostenlosen Kredit vom Zeitpunkt des Kaufs bis zur Fälligkeit der monatlichen Rechnung des Kreditkartenunternehmens. Banken, Kreditkartenfirmen und inzwischen auch viele Unternehmen in Zusammenarbeit mit Banken bieten diverse Varianten der Kreditkarte an, von der kostenlosen über eine Prepaid-Karte bis hin zu den Gold- und Platinkarten.

Die Varianten am Markt unterscheiden sich bei den Gebühren und Zusatzleistungen wie Versicherungsschutz, Rabatten oder Bonusprogrammen. Auch die Abrechnungsmodalitäten können sich unterscheiden. Die vielen Angebote machen es Verbrauchern nicht leicht, die richtige Wahl zu treffen.

Was gilt es zu beachten?

Vorsicht bei „Lockangeboten“: Sie sollten die künftigen Kosten und Konditionen vergleichen, denn was im ersten Jahr noch gratis ist, kann ab dem zweiten Jahr schon sehr viel teurer werden. Daher: Unbedingt das Kleingedruckte lesen!

Sämtliche Gebühren vergleichen: Achten Sie auf die Kosten für Zahlungen im Ausland sowie für Bargeldabhebungen im In- und Ausland (einschließlich der Fremdwährungsgebühr). Vergleichen Sie auch die Höhe der Kreditzinsen, wenn eine Teilzahlungsoption angeboten wird und das Zahlungsziel. Schauen Sie, ob die Grundgebühr an einen Mindestumsatz gebunden ist.

Versicherungsleistungen genau prüfen:

Viele Kreditkartenverträge beinhalteten Reiseversicherungen. Diese können bei Auslandsreisen hilfreich sein, wenn ein Verbraucher zum Beispiel noch keine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat. Eine Reiserücktrittsversicherung oder der Mietwagen-Vollkaskoschutz können Ihnen bei entsprechendem Bedarf durchaus eine zusätzliche Absicherung ermöglichen. Insbesondere sollten Sie hier auf den Leistungsumfang der Versicherungen achten und darauf, ob eine Versicherungsleistung an die Bezahlung der Reisedienstleistung mit der Karte gebunden ist.

Welche Karte für Sie persönlich am besten geeignet ist, hängt also davon ab, was Sie mit der Kreditkarte tun möchten – und wo sie gedenken, die Karte am häufigsten einzusetzen. Die Hausbank kann über die Vor- und Nachteile der einzelnen Kartenarten informieren.

Sinnvoll ist auch ein Vergleich auf entsprechenden Portalen im Internet.

 

23. April 2017
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Das Milliardengeschäft mit Trinkwasser

Nestlé als weltgrösster Nahrungsmittelkonzern mit über 333.000 Mitarbeitern, ist Teil einer kleinen Gruppe von Firmenriesen, die für die Produktion und den Vertrieb eines Grossteils aller käuflicher Nahrungsmittel und Getränke weltweit verantwortlich ist.

6000 Produkt-Marken gehören weltweit zum Nestlé Konzern

Der weltgrösste Lebensmittelkonzern Nestlé steht regelmässig wegen seiner Geschäftspolitik am Pranger. Vom verunreinigten Babymilchpulver, den schädlichen Fertignudeln von der Nestle Tochter Maggi, umweltschädliche Nespresso-Kapseln bis hin zum gierigen und schmutzigen Geschäft mit in Plastikflaschen gefülltem Trinkwasser.

Rückblick:

 In den 70er Jahren gab es den ersten  Skandal um Milchpulver aus dem Hause Nestlé. Damals wurden in Entwicklungsländern von Nestlé-Mitarbeiterinnen Milchpulver an Mütter verteilt.
1974 erwarb das Unternehmen 49 % an der Holdinggesellschaft Gesparal und damit erstmals Anteile an einem Nonfood-Unternehmen. Die Gesparal hielt 53,7 % der Aktien des Kosmetikunternehmens L’Oréal- Nestlé kontrollierte dadurch den Konzern. Inzwischen wurde Gesparal mit L’Oréal fusioniert und Nestlé hält 26,4 % an L’Oréal. Der Kosmetikkonzern L’Oréal war aufgrund seines Festhaltens an der Durchführung von Tierversuchen zum Ziel von Boykottaufrufen durch Tierrechtler geworden.
1996 verkündete „Helmut Maucher“ damaliger Nestlé Chef: „Gentechnologie ist wichtig. Dazu stehen wir. Nestlé wird weltweit nicht darauf verzichten. Darauf können Sie sich verlassen.“ Im Sommer 1999 war Nestlé aufgrund des durch Greenpeace initiierten anhaltenden Verbraucherboykotts gezwungen, den Schokoriegel „BUTTERFINGER“- der als Testballon für gentechnisch veränderte Lebensmittel gedacht war – vom Markt zu nehmen. Im „FRISKIES Grand Menu“ Trockenfutter für Katzen fand sich genmanipuliertes Soja.
Im Januar 2001 wurde Nestlé durch Übernahme von RALSTON PURINA für 10,3 Milliarden US Dollar zum grössten Hersteller von Haustierfutter. Die neue Organisation wird „Nestlé Purina Pet Care“ heissen und ihren Sitz in St. Louis, Missouri (USA) haben.
Im September 2008 folgte der nächste Skandal um die Babynahrung. In China hatte ein Tochterunternehmen verunreinigtes Milchpulver auf den Markt gebracht.
Die Kinderarbeit auf Afrikas Kakaofarmen machte 2010 Schlagzeilen, Schokoladenhersteller versprachen Hilfe. Ein Dokumentarfilmer hat die Projekte 2011 erneut besucht– und dabei Baustellen und Blut entdeckt. Die Firmen– grosse Namen wie etwa Nestlé oder die US-Firma Cargill, die ihren Kakao von den betroffenen Plantagen bezogen, gelobten Besserung.
Im August 2011 machte die Tierrechtsorganisation PETA darauf aufmerksam, dass Nestlé Tierversuche für Tee oder Teeinhaltsstoffe der Marke Nestea durchführt und/oder Aufträge für solche Versuche an andere Unternehmen vergibt. Demzufolge wird bei Nestlé an Mäusen und Ratten getestet und die Tiere werden, nachdem sie für die Versuche gelitten haben, enthauptet. Kein einziger dieser Tierversuche ist für Getränkehersteller gesetzlich vorgeschrieben. Vielmehr haben US-amerikanische und europäische Aufsichtsbehörden betont, dass Tierversuche als Nachweis für die gesundheitsfördernden Eigenschaften (sogenannte „Health Claims“) eines Getränkes oder Lebensmittels nicht erforderlich sind und diese auch nicht ausreichend belegen können.
Im Juni 2015 stellten Lebensmittelkontrolleure in Indien fest, dass die Fertignudeln der Nestlé-Tochter Maggi, bedenklich hohe Blei-Konzentrationen aufwiesen. Teilweise sei das Siebenfache der zulässigen Höchstmenge gefunden worden, berichtet das US-Magazin „Time“. Daraufhin stoppte Nestlé den Verkauf in Indien.

Den grössten Image Schaden der letzten Jahre verursachte jedoch der Firmenlenker und Verwaltungsratspräsident „Peter Brabeck-Letmathe“ selbst. In einem Interview hatte Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck-Letmathe davon gesprochen, dass Wasser eben kein öffentliches Gut ist, und der Zugang zu Wasser kein Menschenrecht ist, sondern Wasser einen Marktwert habe.

Das Geschäft mit Trinkwasser

Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource? Wie verwandelt man Wasser in Geld?

Es gibt eine Firma, die das Rezept genau kennt: Nestlé. Der Konzern macht heute schon einen Zehntel seines Gesamtumsatzes von 110 Millarden Schweizer Franken mit Flaschenwasser.

Nestlé dominiert den globalen Handel mit abgefülltem Trinkwasser

Die grossen Probleme schafft das Wassergeschäft doch nicht in wohlhabenden, demokratischen Gemeinwesen, sondern in der Dritten Welt. Womit ist zu rechtfertigen, dass Einwohner der britischen Hauptstadt London in Flaschen abgefülltes Trinkwasser von den Fidschi-Inseln trinken, wenn gleichzeitig 35 Prozent der Fidschi-Insulaner keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben?

Korrupte Regierungen und profitgierige Unternehmen seien in der Wasserwirtschaft die schlimmste Kombination, sagt Maude Barlow, ehemalige UNO-Chefberaterin für Wasserfragen.

Nestlé wird als “Raubtier auf der Suche nach dem letzten sauberen Wasser dieser Erde.” bezeichnet. In Pakistan und Nigeria macht der Konzern mit der Marke «Nestlé Pure Life» seit einigen Jahren ein Riesengeschäft. Im übrigen vertreibt Nestlé neben “Pure Life” noch 77 weitere “Marken.

Der Umsatz mit dem Mineralwasser beträgt 9 Milliarden Franken

In der Ortschaft Bhati Dilwan bedeutet dies, dass Nestlé Grundwasser absaugt und dieses für teures Geld der pakistanischen Oberschicht verkauft. Für die lokale Bevölkerung werde noch nicht mal ein Zapfhahn am Rande der Fabrik eingerichtet, klagen Anwohner.

In Nigeria ist eine Flasche «Pure Life» bisweilen teurer als ein Liter Benzin

Allerdings hat Nestlé auch hier nicht nur Kritiker. Findige Geschäftsleute sehen den Schweizer Konzern gar als Vorbild und mischen nun ihrerseits mit Wasserangeboten den Markt auf.

Ob das Geschäft mit dem lebensnotwendigen Gut grundsätzlich zu verurteilen ist, bleibt jedem selbst überlassen. Was der Film, «Bottled Life» schonungslos zutage fördert, ist die intellektuelle Beliebigkeit der Nestlé-Chefetage. Das Beispiel Kalifornien. Trotz anhaltenden Dürre füllt Nestlé die kalifornischen Wasserreserven in Flaschen und verkauft sie. Und während in Kalifornien Menschen unter der seit vier Jahren anhaltenden Dürre leiden, füllte Nestle in 2014 munter 2.678.000.000 Liter Wasser in Flaschen ab und verdiente sich damit eine „goldene“ Nase.

Für den Verwaltungsratspräsidenten Peter Brabeck scheint es unklar, ob Wasser ein Menschenrecht ist

Der Nestle Konzernchef, Peter Brabeck-Letmathe erklärt die Einstellung Nestles zu ‪#‎Trinkwasser! Der Film von Journalist Res Gehringer- “Bottled Life” deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern.

Für Nestle ein riesiger Imageschaden

Der Konzern äussert sich in einem Video über den Handel mit Wasser. Zitat:“Wasser ist von besonderer Bedeutung – für den Anbau von Lebensmitteln, für die Natur und für die Menschen. Nestlé unterstützt ausdrücklich das Menschenrecht auf Wasser.“

„Die Nutzung der Ressource Wasser bedeutet auch eine gemeinsame Verantwortung. Deshalb ist auch bei der Abfüllung von Wasser in Flaschen der verantwortungsvolle Umgang mit den Quellen entscheidend“, erklärt Hans-Peter Edelbluth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nestlé Waters Deutschland GmbH. Nestlé arbeitet weltweit mit Partnern und Behörden zusammen, um Quellen und Wassereinzugsgebiete zu schützen und zu erhalten. Nestlé unterstützt auch den Zugang von Menschen im Umfeld der eigenen Werke zu Wasser https://youtu.be/35MQhwESkjw und hilft Landwirten bei wassersparenden Anbaumethoden.

Mit Quellen aus: AFP/DPA/SDA/AP/APA/PETA

31. März 2017
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Preisabsprache:Das Eiskugel- Kartell

Die Landeskartellbehörde hat drei Eisdielen-Besitzer in Tübingen im Visier. Dabei werde das Ministerium als zuständige Landeskartellbehörde zunächst unter Anhörung der betroffenen Betreiber einen gesicherten Sachverhalt klären.

Den Läden wird eine Preisabsprache unterstellt, weil sie alle gleichzeitig den Preis pro Kugel von 1,20 auf 1,50 Euro angehoben haben. Angeblich hätten die Eisdielenbesitzer die Absprache bereits dem schwäbischen Tagblatt gegenüber eingeräumt, einer dementierte nun jedoch wieder.

Ermittelt werde auf Grundlage des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen. Über einen möglichen Bußgeld- oder Strafrahmen will die zuständige Landeskartellbehörde allerdings noch keine Angaben machen. Theoretisch sind Strafen bis zu 1 Million Euro möglich.

Quelle:tagblatt.de

31. März 2017
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BGH-Urteil:Eltern haften für ihre Kinder

Eltern müssen Schadenersatz für die illegale Teilnahme ihrer Kinder an Musik- oder Filmtauschbörsen im Internet leisten, wenn sie wissen, welches Kind die Tat beging, dessen Namen aber gegenüber Rechtsinhabern nicht preisgeben wollen.

In solchen Fällen wiege das Eigentums- und Urheberrecht schwerer als der Schutz der Familie, entschied der Bundesgerichtshof (Az.: I ZR 19/16).

Im Ausgangsfall wussten die Eltern, welches Kind für das Filesharing verantwortlich war, wollten es aber nicht bloßstellen. Zu Unrecht, entschied nun der BGH. Die Eltern müssen zahlen.

In der Verhandlung hatte Rechtsanwalt Herbert Geisler aufseiten der Eltern davor gewarnt, die ganze Familie in Sippenhaft zu nehmen. „Es sei niemandem zuzumuten, seine Kinder ans Messer zu liefern“. Anwalt Christian Rohnke hielt für das Label dagegen, dass Tausende Urheberrechtsverstöße anders nicht geahndet werden könnten. Das gefährde die betroffenen Unternehmen in ihrer Existenz.

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